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Freude am Baby nach der Geburt
Trotz anfänglichem Widerstand – zu guter Letzt freuen sich alle am Kind.

Die Geburtsanzeige, die nur dank der SHMK versendet wurde

Erst ist Maja (25) erschüttert, als sie bemerkt, dass sie schwanger ist. Doch sie fasst sich und möchte Ja zum Kind sagen. Als sie das ihrem Freund, dem Kindsvater, anvertraut, beisst sie auf Granit. Barsch weist er sie an abzutreiben. Ihre Beziehung habe mit einem Kind keine Zukunft.

Seit der Reaktion ihres Freundes auf die Schwangerschaft dreht sich bei Maja alles darum, ob sie ihr Kind behalten soll. Des steten Hin und Her überdrüssig, vereinbart sie einen Termin für die Abtreibung. Dann stösst sie noch auf die Webseite der SHMK und kontaktiert die Notrufzentrale. 

Maja wünscht ernsthafte Beratung

Jetzt spricht Maja per Telefon mit einer Beraterin. Ihr Freund sei noch in Ausbildung und wolle von einem Kind nichts wissen. Sie sei mit ihm wegen der Schwangerschaft schon mehrere Male in der Familien-Beratung gewesen. Da sei man aber nicht wirklich auf sie eingegangen. Es seien ergebnisoffene Beratungen gewesen. Die Abtreibung sei verharmlost worden, so Maja, was den Freund in seiner Haltung gegen das Kind noch bestärkt habe! Man habe sie nicht ernstgenommen! Frustriert und um das für sie zermürbende Hin und Her zu beenden, habe sie schliesslich einen Termin für die Abtreibung vereinbart.

Nun habe sie, so Maja, wie durch Zufall die Webseite der SHMK entdeckt. Es sei ihr mit einer Abtreibung nach wie vor nicht wohl. Sie wünsche sich eine ernsthafte Beratung.

Die Beraterin beantwortet Majas zahlreiche Fragen, spricht mit ihr über Abtreibung und stellt ihr Hilfe in Aussicht. Maja möchte mehr von der Beraterin wissen und vereinbart mit ihr ein persönliches Treffen.

Leben mit einem Kind?

Bei der Begegnung mit der Beraterin schildert Maja detailliert ihre Lage. Ihr Freund drohe, sie zu verlassen, wenn sie das Kind behält. Seine Eltern würden ihn dabei bestärken. Auch sie zögere, jetzt ein Kind zu haben – besonders wenn es ohne Vater aufwachsen müsste wie sie. Und sie frage sich, ob ihr ein Kind bei der geplanten Weiterbildung im Weg stünde? Sie brauche diese, um von ihrem ungeliebten Beruf wegzukommen. Doch beschäftige es sie auch, ob sie über eine Abtreibung ganz hinwegkommen würde und so weiterleben könnte, als wäre nie etwas passiert.

Die Beraterin erläutert Maja, wie die SHMK Frauen in derartigen Umständen schon geholfen hat. Die allermeisten unter ihnen seien heute sehr glücklich, selbst alleinerziehende Mütter. Die Beraterin lässt die Schwangere zudem wissen, dass Kindsväter und ebenso Grosseltern ihre Haltung häufig ändern, wenn nur die schwangere Frau ein Ja zum Kind sage. Beim Abschied teilt Maja der Beraterin mit, wie beeindruckt sie ist, dass es eine Organisation wie die SHMK gibt.

Entscheid und Wende

Wiederholt meldet sich Maja nun bei der Beraterin. Sachlich geht diese auf ihre Fragen ein und zeigt ihr auf, wie ein Leben als berufstätige Mutter gestaltet werden kann, selbst für den Fall, dass sich der Kindsvater abwendet. Maja gewinnt so die Überzeugung, dass sie den Weg als Mutter gehen kann und gehen soll. Sie sagt den Abtreibungstermin ab und erklärt der Beraterin, die Gespräche mit ihr hätten ihr bei dieser Entscheidung sehr geholfen. Die SHMK hilft der jungen Frau bei den Geburtsvorbereitungen, bei der Beschaffung der Erstausstattung für das Baby und bei der Klärung rechtlicher Fragen.

Jetzt tritt ein, wovon die Beraterin gesprochen hat: Ihr Freund ändert seine Einstellung! Er beginnt sich aufs Kind zu freuen! Ebenso seine Eltern, ursprünglich genauso für eine Abtreibung wie er, vollziehen eine Wende. Seine Mutter wird von freudiger Erwartung ihres ersten Grosskindes zutiefst ergriffen! Sie bietet sogar an, das Baby regelmässig zu hüten, wie es auch Majas Mutter und Schwester tun wollen. So kann Maja für die Zeit nach der Geburt mit ihrem Arbeitgeber ein passendes Teilzeitpensum vereinbaren.

Als alles bestens vorbereitet ist, bringt Maja ihre Tochter zur Welt und schliesst sie in ihre Arme. Der Beraterin schreibt sie: «Ich bin froh, dass ich auf Ihre Website gestossen bin!» Und als sie ihr die Geburtsanzeige schickt, bemerkt sie dazu: «Von Herzen möchte ich mich auch bedanken für die psychische und materielle Unterstützung. Diese Geburtsanzeige könnte ohne Sie nicht versendet werden!»