Im Life Talk sprechen Personen, die wegen einer Schwangerschaft in einer Notlage waren und sich an die SHMK wandten, mit dem Präsidenten Robert Hafenrichter (R. H.).
R. H.: Was war Ihr erstes Gefühl bei der Nachricht von der Schwangerschaft?
Herr A.: Wir waren sehr glücklich und haben sofort über Namen nachgedacht. Es fühlte sich wie ein Traum an. Gleichzeitig dachten wir an unsere Finanzen und machten Pläne.
Frau A.: Wir waren aufgeregt und optimistisch. Ein Kind bringt Segen und Freude ins Haus – das hat uns stark gemacht.
R. H.: Hat sich Ihr Alltag verändert, z. B. in Bezug auf Arbeit oder Finanzen?
Herr A.: Ja, stark. Am Anfang der Schwangerschaft schien alles in Ordnung. Ich hatte eine neue Stelle. Aber ab dem dritten Monat wurde es schwierig. Ich arbeitete in Schichten und war gestresst. Der Job bot keine Sicherheit und forderte zu viel. Um nicht zusammenzubrechen, sah ich mich genötigt, zu kündigen, obwohl ich keine neue Stelle hatte. Danach meldete ich mich beim Sozialdienst, wo wir nur minimale Unterstützung bekamen.
R.H.: Was hat Sie am meisten belastet während der Schwangerschaft?
Frau A.: Das Schwierigste war, die Sprache schnell zu lernen – ich hatte nicht viel Zeit wegen meiner anstrengenden Schwangerschaft. Die finanziellen Sorgen beeinflussten alles, auch unsere Beziehung.
R. H.: Hatten Sie Zweifel, ob Sie die Situation meistern können?
Herr A.: Ja. Wir waren ohne Unterstützung aus dem Umfeld. Trotz aller Zweifel stand für uns fest, dass wir das Kind wollten, denn wir waren optimistisch und glaubten an Gottes Fürsorge.
R. H.: Was hat Sie bewogen, Hilfe zu suchen?
Herr A.: Wir waren allein und wussten nicht, wohin. Ich suchte im Internet nach Unterstützung, fand die SHMK und rief an, um Beratung zu bekommen.
R. H.: Wie war der erste Kontakt mit der SHMK?
Herr A.: Per Telefon. Ich schilderte einer Beraterin unsere Lage. Sie nahm sich über eine Stunde Zeit, gab Ratschläge und Hinweise. Wir fühlten uns nicht mehr allein – sie gab uns Sicherheit. Das uns entgegengebrachte Verständnis hat uns gezeigt, dass es Hoffnung gibt.
R.H.: Inwiefern hat die SHMK Ihre Sorgen verstanden?
Frau A.: Eine Beraterin hatte fast täglich Kontakt mit uns und half Probleme lösen. Ihre ständige Präsenz hat uns aufgefangen und uns das Gefühl gegeben, dass jemand wirklich für uns da ist.
R. H.: Welche konkreten Hilfen hat die SHMK angeboten?
Herr A.: Sehr verschiedenartige: Ein Paket mit Babysachen, Gutscheine für Lebensmittel, Hilfe bei der Miete, als wir nicht zahlen konnten. Sie half bei der Beschaffung der Babyausrüstung, unterstützte uns bei Bewerbungen und verband uns mit anderen Organisationen.
R.H.: Haben Sie an Abtreibung gedacht?
Frau A.: Nein, das kam für uns nicht in Frage. Wir waren zwar sehr nervös wegen der Herausforderungen, aber optimistisch. Wir glaubten fest daran, dass ein Kind Segen bringt und dass Gott uns beistehen wird. Die SHMK stand uns bei in den vielen Auf und Ab.
R. H.: Würden Sie die SHMK empfehlen?
Herr A.: Absolut – jeder schwangeren Frau in Not.
R. H.: Wie sieht Ihre Situation heute aus?
Frau A.: Viel besser. Mein Mann hat einen stabilen Job als Koch, wir sind glücklich. Unsere Tochter macht uns stärker. Als Eltern lernen wir heute täglich.
Herr A.: Ich bin zufrieden. Mein Rat an andere: Gebt nicht auf, bittet um Hilfe – harte Tage vergehen.
R. H.: Die SHMK lebt von Spenden. Was möchten Sie den Gönnern sagen?
Frau A.: Danke von Herzen! Eure Spenden verändern nicht nur die Gegenwart, sondern die Zukunft. Ohne die SHMK wäre es wohl nicht so gut verlaufen. Beratung und Hilfe sind entscheidend – sie führen Familien durch Krisen. Ihr schenkt Hoffnung und ein neues Leben.