Als Claudine (21) bemerkt, dass sie schwanger ist, sagt sie es gleich ihrem Freund (23), dem Kindsvater. Die beiden ahnen schnell, dass ein Kind zum gegebenen Moment für sie ein grosses Problem ist. Sie überlegen zwar hin und her, finden aber keinen Weg, wie sie es gegenwärtig mit einem Baby schaffen können.
In dieser gänzlichen Verunsicherung möchte Claudine mit einer unbeteiligten kompetenten Person über ihre Situation sprechen. Darum sucht sie im Internet nach Beratungsstellen und findet die Webseite der SHMK, bei deren Notrufzentrale sie sich meldet. Schon bald steht sie im Kontakt mit einer Beraterin, der sie ihre grösste Sorge offenbart – die finanzielle Lage. Jetzt komme sie mit ihrer Vollzeitstelle durch. Mit einem Kind würde sie jedoch nicht mehr über dasselbe Einkommen verfügen. Davor habe sie Angst, zumal das Einkommen ihres Freundes sehr bescheiden sei. Er habe noch keinen beruflichen Abschluss, wolle aber seine finanzielle Lage langfristig verbessern. Darum beginne er bald eine mehrjährige Ausbildung. Während dieser Zeit könne er sie nicht unterstützen. Sie neige deshalb zu einer Abtreibung.
Die Beraterin bringt Verständnis für die Sorgen Claudines auf und skizziert, wie die SHMK auf die Schwierigkeiten der bedrückten Frau eingehen kann. Doch ein paar Tage später teilt die Schwangere mit, dass sie sich für eine Abtreibung angemeldet habe. Den Kontakt mit der Beraterin wolle sie aber noch fortführen.
Im persönlichen Gespräch, worum die junge Frau die Beraterin gebeten hat, sorgt sie sich auch um ihr Verhältnis zum Freund. Sie wisse von Paaren, dass die Beziehung nach der Geburt des Kindes zerbrochen ist. Nebst der finanziellen Probleme beunruhige sie das zusätzlich, besonders weil sich die Einstellung ihres Freundes für eine Abtreibung inzwischen noch verstärkt habe. Was würde aus ihr, wenn sie plötzlich mit dem Kind und mit wenig Lohn allein dastünde?
Die Beraterin zeigt der jungen Frau nun konkret und detailliert auf, was die SHMK für sie auf dem Weg ins Leben mit dem Kind tun kann. Dabei bezieht sie mögliche Veränderungen der Lebensumstände mit ein. Auch spricht sie darüber, wie der Freund seine Ausbildung selbst mit einem Kind absolvieren könnte.
Claudine ist froh für den Austausch und dankt der Beraterin, dass diese sich viel Zeit für sie nimmt. Sie kann es nicht richtig glauben, dass die SHMK ihr wirklich kostenlos materiell und finanziell helfen würde.
Einige Tage später äussert Claudine zur Beraterin, dass sie manchmal Gefühle für das Behalten des Kindes habe. Sie ängstige sich aber dennoch vor der Zukunft. Die Beraterin weist sie erneut auf das Hilfsangebot der Stiftung hin und erklärt ihr, dass sie kein schlechtes Gewissen haben muss, die kostenlose Unterstützung durch die SHMK anzunehmen. Sie legt der jungen Frau zudem nahe, neben all den Überlegungen zu den Schwierigkeiten darauf zu hören, was ihr Herz sagt.
Jetzt will sich die junge Frau für eine Weile aus dem Alltagsbetrieb zurückziehen und sich mit ihrem Freund über die ganze Sache in Ruhe auseinandersetzen.
Nach der Kontaktpause lässt Claudine die Beraterin wissen, sie habe sich für das Kind entschieden. Sie habe mit ihrem Freund ein ausführliches Gespräch geführt. Daraufhin wolle er nun das Kind ebenfalls behalten. Es sei für ihn eine schwierige Entscheidung gewesen. Er sei bereit, vorerst auf seine Ausbildung zu verzichten. Stattdessen will er eine bessere Stelle suchen, um wegen des Kindes die finanzielle Lage zu verbessern! Denn sie möchte nach dem Mutterschaftsurlaub nur noch in Teilzeit arbeiten, um für das Baby da zu sein.
Die SHMK beteiligt sich finanziell an der Beschaffung der Babyausrüstung. Die junge Mutter ist darüber sehr erfreut, kann es aber noch kaum glauben. Sie bedankt sich herzlich.
In der Familie des Paares kommt Freude über das Kind auf. Es zeigt sich, dass ihre Mutter beim Hüten helfen wird. Während die Schwangerschaft fortschreitet, freut sich der Freund immer mehr auf die Geburt. Claudine begibt sich mittlerweile auf Sparkurs. Sie sei froh um Unterstützung, sagt sie, wolle diese aber nur in Anspruch nehmen, wenn es anders nicht geht.
Nachdem Claudine einen gesunden Buben zur Welt gebracht hat, teilt sie der Beraterin mit, dass es dem Baby, ihr und ihrem Freund sehr gut gehe. Sie dankt erneut für die bislang erhaltene Hilfe. Die SHMK steht der frischgebackenen Mutter materiell und finanziell weiter zur Seite, solange diese noch darauf angewiesen ist.