Als Nicole (32) ihre Schwangerschaft bemerkt, überkommt sie ein freudiges Gefühl, dass sie Mutter sein darf. Sie leidet an den Folgen einer früheren Abtreibung und sagt sich, dass sie das nie mehr erleben will. Nicole wird aber herausgefordert: Ihr Freund, der Kindsvater, will das Baby auf keinen Fall.
Unablässig drängt Nicoles Freund auf eine Abtreibung. Das zermürbt die Schwangere mit der Zeit so sehr, dass sie trotz ihres Leids aus der Vergangenheit erneut mit dem Gedanken an eine Abtreibung ringt. Sie kann aber keinen Entschluss fassen und ist verzweifelt. In ihrer Ausweglosigkeit sucht sie nach Rat und stösst auf die SHMK, bei der sie sich sogleich meldet.
Als Nicole einer Beraterin ihr Herz ausschüttet, spricht sie auch über ihren Schmerz von der früheren Abtreibung. Es sei ihr danach psychisch schlecht gegangen. Auch die Beziehung habe darunter stark gelitten. Sie möchte diesen Albtraum nie mehr durchmachen. Im Grunde ihres Herzens freue sie sich auf das Kind. Wenn nur der Kindsvater ihr nicht so sehr zusetzen würde mit seinem heftigen Drängen auf eine Abtreibung. Wegen seines groben Verhaltens leide nun die Beziehung wiederum. Sie halte das nicht mehr aus und wolle dem quälenden Druck entkommen. Darum habe sie einen Abtreibungstermin vereinbart. Die Beraterin will Nicole als Erstes Sicherheit und Selbstvertrauen vermitteln. Sie setzt sie darum über ihre verschiedenen Rechte genau ins Bild. Dann erläutert sie der Schwangeren die umfassende Hilfe der SHMK für Frauen in Krisensituationen. Nicole tun diese Worte gut. Sie spürt, sie hat in der Beraterin jemanden gefunden, der ihre schwierige Lage versteht. Sie fasst Vertrauen und sagt ihr, dass sie den Kontakt mit ihr weiterführen möchte.
Weitere Gespräche Nicoles mit dem Kindsvater bringen nur neue Verletzungen. Er will das Kind unter keinen Umständen. Der Beraterin gegenüber gesteht Nicole ihre Befürchtung, dass sie es allein mit einem Kind nicht schaffe. Vieles mache ihr beim Gedanken an ihre Zukunft Angst, auch die finanzielle Lage.
Die Beraterin geht auf diese Sorgen ein und zeigt Nicole konkrete Wege auf, wie sie ihre Möglichkeiten nutzen kann, auch für den Fall, dass sie alleinerziehend würde. Dann zieht sich die Schwangere für eine Weile zurück, um über alles in Ruhe nachzusinnen. Als sie sich von neuem bei der SHMK meldet, sagt sie, dass sie ihre Lage dank der Gespräche viel besser verstehe. Die Beratung habe sie so gestärkt, dass sie auf ihr Herz hören könne und ihr Kind behalten wolle.
Der Kindsvater ist mit dem mutigen Entscheid Nicoles gar nicht einverstanden. Seine Beschimpfungen und Einschüchterungsversuche reissen nicht ab. Immer wieder fordert er Nicole auf, abzutreiben, trotz der nunmehr fortgeschrittenen Schwangerschaft. Handkehrum droht er damit, ihr das Kind wegzunehmen. All das macht Nicole so zu schaffen, dass sie sich eine Zeitlang in ärztliche Behandlung begeben muss. Das grobe Gebaren des Kindsvaters lässt Nicole sogar abermals an Abtreibung denken. Sie meint, so ihr Kind vor diesem Vater schützen zu können.
Nicole teilt ihr Ansinnen der Beraterin mit und spricht mit ihr über ihre panische Furcht um das Kindeswohl. Mit Erklärungen zur Sachlage verdeutlicht ihr die Beraterin, dass das Recht auf ihrer Seite steht. Zudem sichert sie ihr wichtige rechtliche Unterstützung zu. So vermag Nicole dem massiven Druck endgültig standzuhalten und hoffnungsvoll auf eine Zukunft mit dem Kind zu blicken.
Als die Geburt naht, bemerkt die Beraterin eines Tages zu Nicole, sie strahle so vor Glück. Nicole bestätigt ihr das. Als ihr Bub das Licht der Welt erblickt, teilt sie der Beraterin stolz das freudige Ereignis mit. Die Freude am Baby hat gesiegt. Daran ändert das schwierige Verhalten des Kindsvaters nichts mehr. Die SHMK steht Nicole mit massgeschneiderter materieller und finanzieller Unterstützung bei und verhilft ihr zu einem guten Einstieg ins Mutterleben.