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Freude am Baby
Erst dachte Liana an Abtreibung. Heute freut sie sich mit ihrem Freund riesig an ihrem Baby.

Liana: Kinder ja, aber nicht jetzt!

Liana (32) und ihr Freund haben es schwer mit ihren Schulden. Beide arbeiten 100 % und setzen ihren Plan zur Schuldentilgung strikt um. Gerne möchten sie einmal Kinder haben, aber zuerst muss ihre finanzielle Lage in Ordnung sein. Liana ist darum wie vom Schlag getroffen, als sie schwanger wird. Es geht nicht lange, bis sie an Abtreibung denkt. Unüberlegt möchte sie diesen Schritt aber nicht tun und sucht nach einer Beratungsstelle. Sie findet die Gratis-Telefonnummer der SHMK-Notrufzentrale und ruft an.

Jetzt ein Kind – wie soll das gehen?

Im Gespräch mit einer Beraterin erklärt Liana, dass es noch länger dauere, bis sie finanziell stabil genug seien, um eine Familie zu unterhalten. Wenn sie finanziell keinen Ausweg sieht, bleibe ihr nur die Abtreibung. Ihr Freund, der Kindsvater, dränge bereits darauf. Die Beraterin stellt allerdings fest, dass Liana sich lebhaft für Informationen zur Entwicklung des Kindes interessiert, und geht aufmerksam auf ihre Fragen dazu ein.

Die Beraterin versteht, dass die Krisenlage des Paares zwar belastend ist, unterstreicht jedoch, dass sie zeitlich begrenzt ist. Sie skizziert die Hilfe der SHMK zur Überbrückung des finanziellen Engpasses, der wegen der Mutterschaft entsteht. Das Paar soll so auch mit dem Kind das Ziel der finanziellen Stabilität anstreben können. Liana ist dankbar für die Auskünfte der Beraterin und will mit ihr in Kontakt bleiben.

Mut dank Hilfe

Hierauf lässt die Beraterin Liana Erläuterungen zum Hilfsangebot der SHMK zukommen. Doch diese reagiert nicht. Ja, es tritt eine Funkstille ein. Nach mehreren Tagen schreibt ihr die Beraterin, um sich nach ihr zu erkundigen und sie zu fragen, ob sie die Informationen erhalten habe.

Dann auf einmal meldet sich Liana wieder. Ihr Freund, sagt sie, möchte die Probleme lieber ohne Unterstützung durch andere lösen. Sie hingegen habe nun entschieden, sich weiterhin mit der Beraterin auszutauschen. Mit ihr unterhält sie sich in der Folge über ihre finanzielle Situation und die Hilfe, welche die SHMK ihr leisten kann, über Fragen der Lebensplanung und auch über Abtreibung. Liana will das Besprochene jeweils in Ruhe überdenken und mit ihrem Freund besprechen.

Im Verlauf dieses Austausches versteht die junge Frau immer mehr, dass die ihr angebotene Unterstützung eine echte Hilfe in ihrer Lage ist. So wird sie bezüglich der Vorstellung vom Leben mit einem Kind gelassener und findet schliesslich den Mut, das Kind zu behalten.

Wie ein Wunder

Dieser Schritt führt leider zum Konflikt mit ihrem Freund. Sie mache sich Sorgen wegen ihrer Beziehung, da er nicht auf eine Lösung mit dem Kind sinnt, lässt sie die Beraterin wissen. Es komme zu heftigen Auseinandersetzungen. Mit der Zeit gelingt es Liana jedoch, ihren Freund zu beruhigen, sodass er sich letztlich mit der neuen Lage abfindet.

Den weiteren Verlauf der Schwangerschaft teilt Liana voller Freude mit der Beraterin. Bei einem Treffen, das auf Wunsch Lianas stattfindet, dankt sie der Beraterin ausdrücklich, dass sie dafür geschaut habe, dass der Kontakt nach der Funkstille nicht abbricht, indem sie ihr, als sie eine kritische Phase durchmachte, geschrieben habe. Das sei wirklich gut gewesen.

Die Freude Lianas am Kind ist so ausgeprägt, dass letztlich auch ihr Freund davon angesteckt wird. Es stimme ihn richtig froh, Vater zu sein, und er freue sich riesig auf die Geburt, äussert Liana begeistert zur Beraterin. Diese Kehrtwende sei wie ein Wunder.

Auf ins Leben mit dem Kind

Liana bringt einen süssen Jungen zur Welt. Der Beraterin schreibt sie: «Ich bin so glücklich!» Die SHMK unterstützt Liana in der ersten Zeit nach der Geburt bei den Kosten fürs Baby. Diese drückt darum immer wieder ihre Dankbarkeit aus, die SHMK sei ihr eine Riesenhilfe.

Als Liana wieder arbeiten geht, unterstützt ihre Familie das junge Paar bei der Kinderbetreuung. Liana könnte nicht mehr ohne ihren Sohn sein, lässt sie die Beraterin wissen. Auch der Freund bekennt, er sei froh darüber, dass sie das Kind behalten haben.

Die Hilfe der SHMK kam für Liana, ihren Freund und ihr Baby gerade zur rechten Zeit und hat dazu beigetragen, dass das Paar auch mit dem Baby weiterhin sein Ziel der finanziellen Stabilität anstreben kann.