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Fürsorgliche Eltern
Remo, nun ein fürsorglicher Vater, ist der SHMK dankbar, dass sie Priska in ihrer Krise tatkräftig unterstützt hat.

Priska brauchte Hilfe – Remo Zeit

Priska, gerade 21 Jahre alt, fühlt sich wie in einem Sturm gefangen, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Mitten in einer berufsbegleitenden Ausbildung, die ihr alles bedeutet, scheint ihr Traum von einer sicheren Zukunft plötzlich bedroht. Als sie Remo, dem Vater ihres Kindes, von der Schwangerschaft erzählt, zieht er sich zurück – er wird unerreichbar, lässt sie allein mit ihrer Angst und ihren Fragen.

In ihrer Lage fragt sich Priska verzweifelt: Wer kann mir jetzt helfen? Da fällt ihr ein Bericht über die Babyfenster der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) ein. Vielleicht – denkt sie in ihrer Not – ist die SHMK auch für mich da. Zögernd wählt sie die Nummer der Helpline.

Ein erster Hoffnungsschimmer

Die Beraterin, die sich meldet, spürt sofort Priskas tiefe Verunsicherung. Nervös schildert die junge Frau ihre Lage: Wie soll sie Beruf, Ausbildung und ein Kind unter einen Hut bringen? Besonders schmerzlich ist, dass Remo nichts von dem Kind wissen will – er scheint wie vom Erdboden verschluckt. Mit ruhiger Stimme und sachlicher Klarheit vermittelt die Beraterin Priska eine erste Orientierung. Sie erklärt, dass der Kindsvater gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet ist, und bietet begleitende Unterstützung in allen Fragen rund um ein Leben mit Kind an. Zudem erläutert sie ihr, wie die SHMK Frauen in ihrer Situation finanziell und materiell hilft.

Am Ende des Gesprächs atmet Priska etwas auf. Sie sagt, sie sehe jetzt manches klarer und wolle mit der Beraterin in Kontakt bleiben.

Schritt für Schritt ins Vertrauen

In den folgenden Wochen entwickelt sich ein intensiver Austausch zwischen Priska und ihrer Beraterin. Die junge Frau bleibt unsicher, sucht immer wieder Bestätigung und klare Antworten. Fragen zum Sorgerecht, zur Sicherheit ihres Arbeitsplatzes in der Schwangerschaft und nach der Geburt und die Sorge um den verschwundenen Remo beschäftigen sie.

Die Beraterin nimmt sich Zeit, geht geduldig auf die Anliegen der Schwangeren ein und vermittelt ihr so Zuversicht. Sie erzählt Priska, dass viele Väter zunächst mit Ablehnung oder Rückzug reagieren, ihre Haltung jedoch oft ändern.

Ein mutiger Entschluss

Durch diese Gespräche findet die Schwangere allmählich Halt. Ihr Vertrauen wächst, dass sie – mit der Unterstützung der SHMK – das Leben als Mutter meistern kann.

Auch nach dem Entscheid Priskas, ihr Kind zu behalten, steht ihr die Beraterin bei. Sie gibt ihr wertvolle Tipps zur Anerkennung der Vaterschaft und zu Unterhaltsansprüchen. Die junge Frau ist tief dankbar und betont immer wieder, wie sehr ihr diese Begleitung hilft. Besonders schön ist, dass sich auch das Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter verbessert, die ihr nun zur Seite steht.

Priska erhält von der SHMK Babykleidung und finanzielle Hilfe beim Beschaffen der Babyausstattung. Sichtlich berührt sagt sie sinngemäss zur Beraterin: «Ich bereue meine Entscheidung kein bisschen. Seitdem ich verzweifelt die SHMK kontaktiert hatte, habe ich einen weiten Weg zurückgelegt – dank Ihrer Hilfe. Sie haben mich so gestärkt.»

Als ihr Sohn geboren wird, teilt Priska die Freude dieses Moments strahlend mit ihrer Beraterin. Die SHMK begleitet die junge Mutter weiterhin mit bedarfsgerechter Unterstützung.

Ein neues Kapitel – mit Remo

Monate nach der Geburt erzählt Priska ihrer Beraterin stolz, dass sie ihre Ausbildung fortsetzt. Ihr Arbeitgeber gewährt ihr grosse Flexibilität, sodass sie oft von zu Hause arbeiten kann. Wenn sie ins Büro muss, kümmert sich ihre Mutter liebevoll um den Kleinen. Und dann die Überraschung: Die Beraterin hatte recht – Remo hat sich verändert. Aus dem abweisenden Kindsvater ist ein fürsorglicher Papa geworden, der seine Verantwortung annimmt.

Als Priska und Remo mit ihrem Sohn die SHMK besuchen, öffnet Remo sein Herz. Die Schwangerschaft hätte ihn überfordert, gibt er zu. Er dankt der SHMK, dass sie Priska so tatkräftig unterstützt hat. Der Kontakt mit der Beraterin dauert an. Über ein Jahr nach der Geburt sagt Priska bewegt zur Beraterin, dass sie ohne sie ihren Sohn nicht hätten.