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Paarberatung
Dank der Lösung von Konflikten stellen sich Frau G. und ihr Freund ihren Herausforderungen zuversichtlicher.

Wie der Einsatz einer Beraterin bei der SHMK aussieht

(Teil 2 – Schluss)

Der erste Teil über den Einsatz einer Beraterin hat über Konkretes zur Beratungstätigkeit in der Notrufzentrale der SHMK berichtet. Schwangere Frauen, die wegen einer Notlage keine Perspektive für ein Leben mit dem Kind sehen, bedürfen wie Frau G. der professionellen persönlichen Beratung und einer auf ihre Notlage zugeschnittenen Unterstützung. So kann ihnen ein Lebensweg angebahnt werden, auf dem sie zusammen mit ihrem Kind weitergehen können. Erfahren Sie hier, wie die Beraterin der SHMK Frau G. des Weiteren begleitet hat.

Das Kind motiviert

Der Entschluss, ihren Lebensweg mit dem Kind weiterzugehen, ist für Frau G. ein zusätzlicher Ansporn, ihre Situation zu verbessern. Denn als Mutter möchte sie auf eigenen Füssen stehen und zusammen mit ihrem Freund selbständig als Familie leben. Frau G. steigert ihren Einsatz bei der Wohnungssuche, wenn auch die schwierige Wohnsituation noch vereinzelt zu Streitigkeiten beim Paar führt, in welchen die Beraterin jeweils vermittelt. Wiederholt begleitet diese die beiden bei der Besichtigung von Wohnungen. Glücklicherweise konnte die Wohnsituation bis auf einige Zeit über die bevorstehende Geburt hinaus in einem Mietverhältnis fürs erste beruhigt werden.

Motivation ist das Kind für Frau G. auch bei ihrer Suche nach einer guten Anstellung. Sie will unbedingt aus der Arbeitslosigkeit herauskommen und nach dem Mutterschaftsurlaub einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Beraterin unterstützt sie dabei und gibt Frau G. diesbezüglich weitere wertvolle Hinweise. Wegen der schwierigen Umstände zur Zeit ihres Heranwachsens hat Frau G. noch keine abgeschlossene Erstausbildung. Die Beraterin verdeutlicht ihr, dass es für sie längerfristig vorteilhaft ist, eine Ausbildung ins Auge zu fassen. Denn so lässt sich eine nachhaltige Entwicklung im Berufsleben besser verwirklichen. Die beiden sprechen miteinander über das Thema Berufswahl und Ausbildung. Die Beraterin organisiert für Frau G. ein hilfreiches Gespräch bei der Berufsberatung.

Konkrete Hilfe in der Schwangerschaft

Neben all dieser Begleitung der Schwangeren in grundlegenden Weichenstellungen für die Zukunft läuft die schwangerschaftsbezogene Unterstützung weiter. So sorgt die Beraterin dafür, dass Frau G. die benötigte Umstandskleidung aus den Lagerbeständen der SHMK erhält. Und als das junge Paar mit der Sorge an sie gelangt, sie hätten keine Erstausstattung für das Baby und auch keine eigenen Mittel, diese zu beschaffen, beruhigt die Beraterin die beiden und rüstet sie mit allem aus, was sie für einen Start des Lebens mit ihrem Kind benötigen. Die jungen Eltern sind darüber sehr glücklich und dankbar.

Die finanzielle Lage des Paares gestaltet sich angesichts der Arbeitslosigkeit der beiden kompliziert. Wenn die Unterstützungsgelder nicht zeitig ankommen, kann auch die Beschaffung der täglichen Nahrung zum Problem werden. Die Beraterin überbrückt solche Situationen des Paares mit Lebensmittelgutscheinen und konkreten Lebensmitteln.

Auf ins Familienleben!

Vor wenigen Wochen hat Frau G. ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Die Freude darüber lässt bei ihr und ihrem Freund die Sorgen um noch ungelöste Probleme zurückweichen. Das Paar weiss um den Beistand der SHMK bei der Bewältigung der noch bestehenden Herausforderungen. So unterstützt die Stiftung die junge Mutter unter anderem bei den Kosten für das Baby und steht ihr beim Start in das Familienleben bei.

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Die Schilderung des Einsatzes einer Beraterin veranschaulicht, wie umfangreich sich die persönliche Betreuung einer hilfesuchenden schwangeren Frau gestalten kann und wie unerlässlich sie ist. Die vielen Fragen, die unsichere Finanzlage und die persönlichen Geschichten in der Vergangenheit der Betroffenen verlangen viel Geduld, Einsatz und Zuwendung. Dabei gilt es zu bedenken, dass eine Beraterin der SHMK-Notrufzentrale jeweils mehrere schwangere Frauen in Not zugleich betreut. Möglich ist dieses umfassende Wirken der SHMK nur durch die grosszügige Unterstützung ihrer Gönnerinnen und Gönner, denn die SHMK muss ohne staatliche Beiträge auskommen.