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Doris nach der Geburt – im Glück
Zunächst sah Doris nur Probleme – jetzt, verheiratet und Mutter, sagt sie, ihr Herz fliesse über vor Glück.

Zu Beginn sieht Doris nur Probleme …

Doris (29) hat sich immer gewünscht, eine Familie zu haben. Die Hoffnung darauf ist ihr allerdings genommen worden: Laut einer medizinischen Untersuchung werde sie kaum schwanger werden. Dennoch bemerkt sie eines Tages: Sie ist schwanger! Nur kann sie sich darüber gar nicht freuen. Ihre Sorge: Ist ihr Freund, der Kindsvater, fähig, eine Familie mitzutragen? Es packt sie die Angst, schliesslich als alleinerziehende Mutter durch das Leben gehen zu müssen. Doris überlegt hin und her, jedoch ohne Ergebnis. Sie spürt: Jetzt braucht sie dringend Beratung. Als sie auf die Webseite der SHMK stösst, fasst sie den Entschluss, sich bei der Notrufzentrale zu melden.

Zwischen Wunsch und Realität

Bald führt Doris mit einer Beraterin ein ernsthaftes Gespräch. Sie sei sich nicht sicher, ob sie mit ihrem Freund, dem Kindsvater, eine stabile Familie aufbauen könne. Zwar habe wie bei ihr auch bei ihm die Familie einen hohen Stellenwert. Zudem sei ihre Beziehung gut, sie würden sich wirklich lieben. Indes, einen Ehemann mit Familie habe sie sich anders vorgestellt. Ihr Freund habe sein Studium abgebrochen, halte sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und sei mittellos. Sie fürchte, arbeiten gehen und zugleich allein für das Kind sorgen zu müssen. Dabei sei sie wegen einer Krankheit ohnehin weniger belastbar. Sie fühle sich hin- und hergerissen zwischen ihrem alten Wunsch nach einer Familie und der Realität und denke an Abtreibung.

Die Beraterin geht auf die vielen Probleme, die Doris vorbringt, ein, indem sie das Augenmerk auf mögliche Lösungsansätze lenkt. Ein unterbrochenes Studium liesse sich fortsetzen. Ihr Freund könne nach einer festen Anstellung suchen. Als sie ihr erklärt, wie die SHMK schwangeren Frauen in Notsituationen finanziell und materiell hilft, gerät Doris ins Staunen. Eine solche Unterstützung habe sie nicht für möglich gehalten. Sie ist froh um das Gespräch. Es habe ihr Anregungen für die Einschätzung ihrer Lage gegeben. Sie vereinbart mit der Beraterin einen Termin für ein weiteres Gespräch.

Eine Woche später reden die beiden wie abgemacht erneut miteinander. Doris ist weiterhin stark verunsichert. Die Beraterin motiviert sie, ihre Probleme nicht einfach als unverrückbares Schicksal wahrzunehmen, sondern sie als lösbare Herausforderungen zu betrachten. Gewiss, viele schwangere Frauen könnten ihre Schwierigkeiten nicht immer allein überwinden, wohl aber mit Unterstützung, und dafür sei die SHMK da.

Die grosse Kehrtwende

In der Folgezeit denkt Doris über das mit der Beraterin Besprochene und über das Hilfsangebot der SHMK nach. Sie spricht auch eingehend mit ihrem Freund über die Situation. Den beiden erscheinen die Perspektiven für ein Leben mit dem Kind, welche ihnen die Beraterin aufgezeigt hat, schliesslich realistisch, gerade mit der Hilfe durch die SHMK. So teilt Doris der Beraterin mit, dass sie ihr Kind behalten will! Und dann erhält die Beraterin noch eine wichtige Nachricht: Doris und ihr Freund heiraten!

Die frisch Vermählten kommen beizeiten zur SHMK, wo sie das benötigte Material für die Babyausstattung entgegennehmen können, worüber sie sich sehr dankbar zeigen. Und der guten Nachrichten nicht genug, erfährt die Beraterin: Doris’ Ehemann findet eine feste, regelmässige Anstellung, ganz in der Nähe ihres Wohnortes!

Auf dem Weg des Glücks

Doris bringt eine herzige Tochter zur Welt. Die junge Mutter äussert zur Beraterin, ihr Herz fliesse über vor Glück. Sie sei sehr froh über den Entscheid, ihr Kind behalten zu haben. Mit der Geburt ihrer Tochter seien ihre Ängste endgültig verschwunden. Ihre Beziehung entwickle sich erfreulich. Ihr Mann erweise sich als guter Papa. Er unterstütze sie mit dem Baby und sei so in der Lage, ihre reduzierte Belastbarkeit auszugleichen. Überdies würden ihre Mutter und ihre Schwester sie im Haushalt entlasten. So kann sich ihr Mann bereits überlegen, das Studium wieder aufzunehmen.

Doris lässt die Beraterin zudem wissen, dass sie sich am Beginn ihrer Schwangerschaft an verschiedene Beratungsstellen gewandt habe. Die SHMK indessen sei die einzige, die sie auch praktisch unterstützt habe und mit der sie immer noch in Kontakt sei. Die SHMK steht dem Ehepaar beim Start des Familienlebens zur Seite. Doch bald zeigt sich, dass die Familie in absehbarer Zeit für sich selbst wird sorgen können.