Die meisten Frauen und Paare, die Mühe haben, ihre Schwangerschaft zu akzeptieren, befinden sich in schwierigen Lebenslagen. Hier werden einige häufige Problembereiche dargestellt, die Frauen veranlassen, bei der SHMK Hilfe zu suchen. Grundlage sind die Daten der letzten fünf Jahre. Meistens sind Hilfesuchende von mehreren Problemfeldern betroffen. Die Beraterinnen der SHMK gehen jeweils auf alle Probleme ein, welche die hilfesuchenden Personen vorbringen.
Viele Notlagen zeigen sich zunächst von der finanziellen und materiellen Seite her. Bei rund 40 % aller Anfragen sehen sich Frauen, Paare und Familien ausserstande, mit den vorhandenen Mitteln für ein (weiteres) Kind aufzukommen. Es sind verschiedene Gründe, die zu materiellen und finanziellen Notsituationen schwangerer Frauen führen. Oftmals sind die Mittel knapp, etwa infolge von Arbeitslosigkeit oder weil Frauen noch in Ausbildung sind. Bisweilen können Familien ihre Lebenshaltungskosten gerade noch tragen, sind aber mit den Kosten für ein weiteres Kind überfordert. In solchen Notlagen kann die SHMK bei der Beschaffung der Babyausrüstung und bei den Kosten für das Kind mittragen.
Wo es notwendig ist, steht die Stiftung den Betroffenen mit Gutscheinen zur Besorgung von Gütern des täglichen Bedarfs bei. Vor der Gewährung finanzieller Hilfe wird der Bedarf dafür genau abgeklärt. Dabei zeigt die SHMK den Hilfesuchenden Wege zur Stabilisierung ihrer finanziellen Lage auf. Ziel der Unterstützung ist es, Betroffene in die Situation zu führen, in der sie für sich und ihr Kind selbst sorgen können. Dies trägt auch zu ihrem langfristigen Glück bei.
Mitunter gibt es auch Fälle, bei denen die finanziellen Mittel fehlen, weil Hilfesuchende mit der Budgetplanung nicht zurechtkommen oder ihre Ansprüche auf Sozialleistungen nicht kennen. Hier kann die SHMK durch entsprechende Beratung die Lage entschärfen.
Häufig melden sich schwangere Frauen, weil sie mit Problemen in den zwischenmenschlichen Beziehungen ringen. Betroffen sind auch hier etwa 40 % der Hilfesuchenden, teilweise dieselben Personen, die auch finanzielle Sorgen haben. Darunter sind Frauen, die unsicher sind, ob sie das Kind behalten wollen, weil sie denken, der Kindsvater könne die Vaterrolle nicht übernehmen. Weitere Frauen sind unsicher, weil sie in einer ungefestigten Partnerschaft leben. Wieder andere werden vom Kindsvater zur Abtreibung gedrängt, bisweilen unter Androhung von Selbstmord. Druck zur Abtreibung kann auch von der Familie der Schwangeren kommen, für die ein Kind gerade nicht passt oder weil sie den Partner der Tochter ablehnt.
Sehr viele Frauen sehen sich mit der Entscheidung, ob sie das Kind behalten sollen, auf sich gestellt. Es fehlt ihnen die emotionale Unterstützung des Kindsvaters oder anderer wichtiger Bezugspersonen.
Bei über der Hälfte der Hilfesuchenden zeigt sich eine mehr oder weniger ausgeprägte emotionale und/oder körperliche Instabilität. Die Ursachen dafür sind verschieden. Häufig fühlen sich Frauen mit ihren Problemen allein gelassen (Verlassenheitstrauma). Die Folge davon können u. a. Ängste, Panikattacken, Scham, Wut und Ohnmacht sein.
Manche Frauen sind instabil aufgrund erlittener Gewalt oder wegen einer psychischen Grunderkrankung. In diesen Fällen legen die Beraterinnen der SHMK den Hilfesuchenden nahe, sich entsprechende ärztliche Hilfe zu holen (oder unterstützen sie, falls gewünscht, bei der Vermittlung fachspezifischer Hilfe), was sich jeweils positiv auf die weitere Beratung auswirkt.
Wichtige juristische Fragen
Für etwa einen Fünftel der Hilfesuchenden sind juristische Belange von grosser Bedeutung. Viele Frauen haben Fragen zu ihren Rechten am Arbeitsplatz während der Schwangerschaft und nach der Geburt.
Besonders bei minderjährigen Schwangeren ist die Abklärung vorrangig, welche Rechte und Pflichten ihnen und ihren Eltern zukommen. Bei ungefestigten Beziehungen machen sich Schwangere Gedanken darüber, ob sie alleine für das Kind aufkommen müssen oder ob und wie der Kindsvater sich daran zu beteiligen hat (Vaterschaftsanerkennung, Unterhaltsvertrag). Bei spannungsgeladenen Beziehungen sind für Schwangere oft auch Fragen betreffend Sorgerecht und Besuchsrecht wichtig.
In all diesen Fällen hilft die SHMK.