Als Petra (24) von ihrer Ärztin erfährt, dass sie schwanger ist, gehen ihr tausend Gedanken durch den Kopf. Spontan spürt sie, dass sie die Herausforderung eines Lebens mit dem Kind annehmen möchte – gemeinsam mit ihrem Freund, dem Kindsvater.
Petra hofft auf die Unterstützung ihres Freundes. Doch seine Reaktion fällt anders aus: Er will vorläufig kein Kind. Petra ist tief enttäuscht und weiss nicht weiter. Schliesslich vertraut sie sich einer nahestehenden Person an. Diese rät ihr, sich an die SHMK zu wenden, die schwangeren Frauen in schwierigen Situationen helfe. Petra folgt dem Rat und nimmt Kontakt mit der Notrufzentrale der Stiftung auf.
Einer Beraterin der SHMK schildert Petra ihre Lage. Sie befinde sich noch in Ausbildung. Ihr Freund arbeite zwar, doch ihre finanziellen Mittel reichten nicht aus, um eine Familie zu gründen. Darauf verweise er immer wieder. Jetzt ein Kind, meine er, sei das Ende. Petra kommt auch auf Abtreibung zu sprechen. Sie fühle sich im Dilemma: Einerseits möchte sie Ja zu ihrem Kind sagen, anderseits die Beziehung nicht gefährden. Deshalb wünsche sie sich, dass ihr Freund die Entscheidung mitträgt.
Zunächst hilft die Beraterin Petra, wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Anschliessend informiert sie sie über die Ansprüche, die Frauen in ihrer Situation zustehen, und erklärt, wie die SHMK schwangere Frauen unterstützt. Petra soll erkennen, dass sie in ihrer Notlage nicht auf sich allein gestellt wäre. Zudem berichtet die Beraterin aus ihrer Erfahrung, dass viele Kindsväter Zeit brauchen, um sich auf die neue Situation einzulassen, und Beziehungen oftmals eine Abtreibung nicht überstehen.
Nach dem Gespräch bleiben Petra und die Beraterin in Kontakt. Zu erfahren, wie die SHMK sie unterstützen kann, beruhigt die junge Frau. Dennoch kann sie kaum glauben, dass es eine solche Hilfe gibt.
Eines Tages fragt sie deshalb, was sie für die Unterstützung bezahlen müsse. Als sie erfährt, dass die SHMK von Gönnern finanziert wird und sämtliche Hilfeleistungen kostenlos sind, fasst sie wieder festen Boden unter den Füssen. Sie gelangt zur Überzeugung, dass sie ein Leben als Mutter wagen kann, und sagt – entgegen ihrer ursprünglichen Haltung – allein Ja zu ihrem Kind. Dabei hofft sie, dass auch ihr Freund nun seinen Widerstand aufgeben wird.
Doch der Freund bleibt zunächst bei seiner Ablehnung. Es sei der falsche Zeitpunkt. Schon jetzt müssten sie aus finanziellen Gründen zurückstecken. Zudem erhält er aus seiner Familie Unterstützung für eine Abtreibung. Eine Zeit lang wird er für Petra gänzlich unerreichbar.
Als sie wieder mit ihm sprechen kann, erklärt sie ihm, was sie über die Ansprüche der Eltern und die Unterstützung der SHMK erfahren hat – insbesondere, dass die bezogenen Leistungen nicht zurückbezahlt werden müssen. Diese Aussicht lässt ein Leben mit dem Kind für den Freund in einem anderen Licht erscheinen. Hinzu kommt, dass Petras Vorfreude auf die Geburt ihn nicht unberührt lässt. Langsam schmilzt das Eis. Schliesslich kann auch er Ja zu einem Leben mit dem Kind sagen.
Freudig berichtet Petra der Beraterin von dieser Entwicklung und hält fest: «Ich bin so froh, dass ich mich in der Krise an die SHMK gewandt habe».
In der Folge besucht das Paar die SHMK, um den konkreten Unterstützungsbedarf zu klären. Bei dieser Gelegenheit hilft die Beraterin den jungen Eltern bei der Beschaffung der Babyausrüstung aus dem Materiallager der Stiftung.
Petra bringt einen gesunden Buben zur Welt, der, nach den anfänglichen Widerständen, der ganzen Familie grosse Freude bereitet. Die Stiftung unterstützt das Paar finanziell, bis sich seine Situation stabilisiert hat. Dieser Zeitpunkt lässt nicht lange auf sich warten. Dank der Bereitschaft beider Grosseltern, das Kind zu betreuen, kann die frischgebackene Mutter ihre Ausbildung abschliessen und eine Teilzeitstelle antreten.
Überglücklich äussert Petra zur Beraterin, sie wisse gar nicht, wie sie für die Unterstützung danken solle. Die SHMK sei eine grossartige Organisation, die ihr in der Krise die notwendige Hilfe geschenkt habe.